Mit Papageien leben

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Beeren und Früchte aus der Natur

Welche kann man sammeln und den Papageien und Sittichen geben, welche sind giftig und dürfen nicht verfüttert werden?
Hier eine kleine Sammlung der häufigsten Beeren:

Bilder ohne Kennzeichnung

Die Pflanze ist nach unseren Recherchen ungiftig für Papageien und die Beeren werden von vielen Haltern gefüttert. Eine Gewähr dafür, dass sie auch von Ihrem Papagei oder Sittich vertragen werden, können wir jedoch nicht übernehmen.
Beeren und Früchte können den Papageien zumeist mit den ganzen Zweigen gegeben werden, wobei einige Sorten sehr lange und spitze Dornen haben, die man besonders bei kleineren Vogelarten ggf. entfernen sollte.

Bilder mit gelbem Kennzeichen:

Beschreibung beachten Unreife Früchte, Blätter, Zweige können giftig sein. Bitte Beschreibung beachten!

Bilder mit rotem Kennzeichen:

giftig Früchte und andere Pflanzenteile sind giftig.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.botanikus.de mit ausführlichen Beschreibungen zu vielen Pflanzen sowie in der Giftpflanzendatenbank der Uni Zürich CliniPharm/CliniTox

Hinweis: Die zahlreichen Giftpflanzenlisten beziehen sich in erster Linie auf die Giftigkeit für Menschen, Pferde, Hunde, Katzen, Nutztiere. Manche einheimischen Wildvögel fressen als giftig eingestufte Beeren. Über die Wirkung der sehr unterschiedlichen Giftstoffe auf Papageienvögel ist wenig bekannt. Als Vogelhalter sollte man sicherheitshalber nach dem Motto "im Zweifelsfalle NEIN" verfahren.

Bilder sind bis jetzt vorhanden für:

Eberesche - Eibe - Esskastanie - Feuerdorn - Gemeiner Schneeball - Hagebutten - Schwarzer Holunder - Echter Hopfen - Kirschlorbeer/Lorbeerkirsche - Schlehe - Weißdorn

Für die Texte verwendete Quellen: www.giftpflanzen.ch, www.botanikus.de, Wikipedia, u.a.

Eberesche / Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
Die Eberesche ist ein Baum und wird bis zu 15 m hoch. Im Mai/Juni trägt er weiße Blütendolden, die roten Beeren werden im Herbst reif. Der Baum ist gut an den gefiederten Blättern zu erkennen.
Die Beeren können frisch gegeben werden oder eingefroren oder getrocknet werden.


giftigEibe (Taxus baccata) - giftig!
Die Eibe ist ein immergrüner Baum, der häufig in Gärten und Parkanlangen, aber auch in Wäldern zu finden ist und bis zu 20 m hoch wird. Alle Pflanzenteile bis auf den roten Samenmantel sind für Mensch und Tier stark giftig, insbesondere Blätter und zerkaute Samen. Sie enthalten starke Herz- und Nervengifte.


Esskastanie / Echte Kastanie /Marone (Castanea sativa)
Maronen, die Früchte der Echten Kastanie, wachsen auf bis zu 30 m hohen Bäumen. Die Maronen stecken in einer stacheligen Hülle und sehen ähnlich wie übergroße Bucheckern aus.
Nicht verwechseln mit den Rosskastanien, die für Menschen und viele Tiere giftig sind.


Feuerdorn (Pyracantha coccinea)
Der mit starken Dornen besetzte Strauch ist immergrün. Je nach Sorte trägt er rote, orange oder gelbe Beeren, die im Herbst heranreifen. Sie verbleiben auch im Winter am Strauch und dienen dann einheimischen Wildvögeln, z. B. Amseln, als Nahrung. Sie werden von Papageienvögeln sehr gern gefressen.
Feuerdorn gibt es mit roten, orangen oder gelben Beeren.

Feuerdorn


giftigGemeiner Schneeball (Viburnum opulus) - giftig!
Der Gemeine Schneeball trägt im Mai - Juni weiße Blütendolden und vom September bis November hellrote Beeren. Die Blätter sind drei- bis fünffach gelappt. Unreife Beeren, Blätter, Rinde enthalten Giftstoffe und dürfen nicht gegeben werden.
Die Literaturangaben zur Giftigkeit der reifen Beeren sind widersprüchlich und reichen von ungiftig bis schwach giftig. Von einheimischen Wildvögeln werden sie gefressen.


Hagebutten
Sowohl die kleinen harten Früchte der Heckenrose / Hundsrose (Rosa canina) als auch die großen fleischigen Hagebutten der Kartoffelrose (Rosa rugosa) sind bei den Papageienvögeln beliebt.

Hagebutten
Am leckersten sind Kartoffelrosen wohl, wenn sie richtig dunkelrot und weich sind, dann machen sich die Wildvögel darüber her, wie das Bild oben zeigt. Besonders begehrt sind die Samen im Inneren.


Beschreibung beachtenSchwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Der Holunderstrauch kann über 10 m hoch werden. Im Mai / Juni / Juli trägt er schirmförmige Blütenstände mit weißen, duftenden Blüten. Die anfangs grünen Beeren reifen im August / September und verfärben sich schwarz, dann sind sie genießbar. Unreife Beeren, Blätter, Rinde, Fruchtkerne setzen beim Zerkleinern Blausäure frei, die bei entsprechend großer Aufnahme zur Vergiftung führt. Reife Beeren werden von Vögeln gut vertragen, sind aber für viele andere Haustiere (Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen) giftig.

Schwarzer Holunder, unreif
Halbreife Holunderbeeren dürfen nicht gefüttert werden. Sie müssen ganz schwarz sein.


Echter Hopfen (Humulus lupulus)
Neben dem zum Bierbrauen verwendeten Kulturhopfen kommt die Wildform häufig an Waldrändern und Gebüschen vor. Die Pflanze rankt sich an anderen Pflanzen hoch und würgt andere Pflanzen ab. Die oberirdischen Triebe sterben im Herbst ab, die unterirdischen Wurzelstöcke treiben im Frühjahr zahlreich neu aus. Einmal angesiedelte Pflanzen zu beseitigen ist schwierig. Die jungen Triebe gelten gekocht als Delikatesse (für Menschen).
Die Samenstände können den Vögeln gegeben werden, Zeisige und Gimpel fressen sie gern.
Die Akzeptanz bei Papageien ist evtl. nicht so groß, man muss es versuchen.


giftigKirschlorbeer / Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)
Kirschlorbeer ist ein Strauch, der bis 4 Meter hoch werden kann und häufig in Parkanlagen und Gärten zu finden. Die Blätter sind oval, fest, dunkelgrün und glänzend und auch im Winter grün. Die weißen duftenden Blüten sind in stehenden Trauben angeordnet, Blütezeit ist April/Mai und evtl. noch einmal im August/September. Die kirschähnlichen Früchte sind anfangs grün und verfärben sich über Rot bis zu fast Schwarz.
Vorwiegend Blätter und Samen des Kirschlorbeers enthalten blausäurehaltige Glycoside. Das Fruchtfleisch ist nahezu giftfrei. Da Papageien die Kerne zerbeißen können, dürfen die Beeren keinesfalls gegeben werden.

Kirschlorbeer

Kirschlorbeer
Kirschlorbeer
Kirschlorbeer


Schlehe / Schlehdorn / Schwarzdorn (Prunus spinosa)
Schlehen sind dornige Sträucher. Die Früchte reifen im Herbst heran, sie sind zumeist blau bereift, können aber auch fast schwarz werden. Sie sitzen zumeist einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen.


Weißdorn (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata)
Die Sträucher können bis 12 Meter hoch werden. Der eingriffelige Weißdorn hat tief eingeschnittene Blätter und die Beeren haben nur einen Kern, der zweigriffelige Weißdorn hat nur schwach eingeschnittene Blätter und die Beeren haben zwei Kerne. Welchen man nimmt, spielt keine Rolle, die Papageien nehmen sie sehr gern und fressen hauptsächlich die Kerne.